Berichte

15.08.2016

Die KFB hat­te ein­ge­la­den zur Fei­er des Hoch­fes­tes „Ma­riä Him­mel­fahrt“ …

… und viele waren zum Festgottesdienst und dem anschließenden Grillfest gekommen.

 Einladung Maria Himmelfahrt 15.08.2016

Wel­che Be­deu­tung ha­ben die 12 Ster­ne der Eu­ro­pa­fahne?

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Das er­fuh­ren am 15. Au­gust die Be­su­cher – die so zahl­reich wa­ren, dass der Chor­raum der Pfarr­kir­che St. Bart­ho­lo­mä­us nicht aus­reich­te – im Got­tes­dienst an­läss­lich des Hoch­fes­tes „Ma­riä Him­mel­fahrt“. Ge­mein­de­re­fe­rent Mar­tin Roß­bach er­läu­ter­te zu Be­ginn der Eu­cha­ris­tie­fei­er die Bedeutung dieses Marienfestes und bemerkte, dass die zwölf Sterne auf der Europafahne auf Maria hinweisen. Von ihr wird in der Offenbarung des Johannes folgendes berichtet: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel, eine Frau mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt“ (Offb 12,1).die Be­deu­tung die­ses Ma­ri­en­fes­tes und be­merk­te, dass die zwölf Ster­ne auf der Eu­ro­pa­fah­ne auf Ma­ria hin­wei­sen. Von ihr wird in der Of­fen­ba­rung des Jo­han­nes fol­gen­des be­rich­tet: „Dann er­schien ein gro­ßes Zei­chen am Him­mel, ei­ne Frau mit der Son­ne be­klei­det; der Mond war un­ter ih­ren Fü­ßen und ein Kranz von zwölf Ster­nen auf ih­rem Haupt“ (Offb 12,1).

Doch was hat das mit der Eu­ro­pa­fah­ne zu tun? Wie kam es zu die­ser Fah­ne mit den zwölf Ster­nen auf blau­em Grund?

Paul Levi, ein Bel­gier jü­di­scher Ab­stam­mung, der ge­lobt hat­te zum kat­ho­li­schen Glau­ben zu kon­ver­tie­ren, wenn er den Ho­lo­caust über­le­ben wür­de – er hat­te über­lebt und wur­de kat­ho­lisch – war nach der Grün dung des Eu ro pa ra tes im Mai 1949 Lei ter der Kul­tur­ab­tei­lung. Da­mit war er auch an der 1950 be­gon­ne­nen Dis­kus­sion über ei­ne ge­mein­sa­me Flag­ge und der Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten, für ihn christ­li­chen Sym­bol für das zu­sam­men­wach­sen­de Eu­ro­pa be­tei­ligt. Vie­le Vor­schlä­ge wur­den in den fol­gen­den Jah­ren ver­wor­fen, oft­mals weil ein Kreuz ent­hal­ten war und dies als zu re­li­giös ge­bun­den an­ge­se­hen wur­de.

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Ei­nes Ta­ges sah Levi bei ei­nem Spa­zier­gang ei­ne Mut­ter­got­tes­sta­tue mit ei­nem Kranz von zwölf Ster­nen. Die­ser An­blick, die Ster­ne, die vor dem strah­lend blau­en Him­mel so wun­der­bar leuch­te­ten, be­geis­ter­te Levi. Da hat­te er die Idee für die Eu­ro­pa­flag­ge, und er schlug dem da­ma­li­gen Ge­ne­ral­se­kre­tär des Eu­ro­pa­ra­tes die zwölf Ster­ne auf blau­em Grund als Mo­tiv für die zu­künf­ti­ge Eu­ro­pa­fah­ne vor. Dem Ge­ne­ral­se­kre­tär ge­fiel die­ser Vor­schlag aus­ge­zeichnet.

Im Jah­re 1955 stimm­te dann das Mi­nis­ter­ko­mi­tee bei sei­ner Sit­zung am 8. De­zem­ber – dem Fest „Ma­riä Emp­fäng­nis“ – ein­stim­mig zu, die­ses Mo­tiv für die Eu­ro­pa­fah­ne zu wählen.

„Auf dem blau­en Grund des west­li­chen Him­mels bil­den die für die Völ­ker Eu­ro­pas ste­hen­den Ster­ne ei­nen Kreis als Zei­chen der Ein­heit. Die Zahl zwölf ist un­ver­än­der­lich; sie sym­bo­li­siert Voll­kom­men­heit und Voll­en­dung.“ (Europarat)

So ziert bis heu­te der Ster­nen­kranz der Got­tes­mut­ter die Eu­ro­pa­fahne.

In dem fei­er­li­chen Got­tes­dienst, den Pfar­rer Al­bert Seel­bach ze­le­brier­te, wur­den vie­le schö­nen Ma­ri­en­lie­der gesungen.

Nach dem Got­tes­dienst tra­fen sich dann 40 Mit­glie­der und Gäs­te der KFB hin­ter dem Pfarr­ge­mein­de­zen­trum zu ei­nem ge­müt­li­chen Grill­abend. Grill­meis­ter Ul­rich von Jan­ta Li­pins­ki ver­sorg­te al­le mit schmack­haf­ten Würst­chen. Ei­ni­ge Frau­en hat­ten le­cke­re Sa­la­te ge­spen­det. Al­ko­ho­li­sche und al­ko­hol­freie Ge­trän­ke gab es reich­lich. Es war ein ge­lun­ge­ner Abend – ge­eig­net zur Stär­kung von See­le und Leib. Al­len Spen­dern und Hel­fern ein herz­li­ches Dan­ke­schön.

Für das KFB-Team
Mechtild Platz / Eva von Janta Lipinski