Berichte

24.04.2014

KFB im Zeils­hei­mer Hei­mat­museum

Einladung Besuch des Heimatmuseums 24.04.2014

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Tra­di­tio­nell steht im Früh­jahr ei­ne Be­sich­ti­gung auf dem Pro­gramm der KFB. Nach der Jus­ti­nus­kir­che und dem Haus am Dom hat­ten wir uns in die­sem Jahr für das Zeils­hei­mer Hei­mat­mu­se­um ent­schie­den, weil die­ses die Aus­stel­lung im Jahr 2014 drei welt­ge­schicht­li­chen Er­eig­nis­sen ge­wid­met hat:

  • Dem Be­ginn des I. Welt­krie­ges vor 100 Jahren
  • Dem Aus­bruch des II. Welt­krie­ges vor 75 Jahren
  • Dem Fall der Ber­li­ner Mau­er vor 25 Jahren

So hat­ten die Frau­en der KFB am 24. April zum Be­such des Zeils­hei­mer Hei­mat­mu­se­ums ein­ge­la­den. Bernd Christ, Vor­sit­zen­der des Zeils­hei­mer Hei­mat- und Ge­schichts­ver­eins, stand als sach­kun­di­ger Füh­rer und Er­klä­rer der drei be­deu­ten­den Er­eig­nis­se der jün­ge­ren deut­schen und eu­ro­pä­ischen Ge­schich­te, die in be­son­de­rer Wei­se auch den west­li­chen Frank­fur­ter Stadt­teil be­rühr­ten, zur Ver­fü­gung. Er be­rich­te­te zu­nächst über den Ers­ten –, dann über den noch schreck­li­che­ren Zwei­ten Welt­krieg, den das na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Deut­sche Reich an­ge­zet­telt hat­te und last but not least über die Tei­lung Deutsch­lands, die durch den Fall der Ber­li­ner Mauer vor 25 Jah­ren ein glück­li­ches Ende fand.

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Im Hei­mat­mu­se­um konn­ten aus al­len drei ge­schicht­li­chen Epo­chen gut er­hal­te­ne Ge­gen­stän­de aus der Zeit der bei­den Welt­krie­ge und aus der ehe­ma­li­gen Deut­schen De­mo­kra­ti­schen Re­pub­lik (DDR) be­sich­tigt werden.

An­hand die­ser Aus­stel­lungs­stüc­ke – vom Be­ginn und Ver­lauf des Ers­ten Welt­krie­ges, der in­zwi­schen nicht nur von His­to­ri­kern als die „Ur­ka­tas­tro­phe des Zwan­zig­sten Jahr­hun­derts” be­zeich­net wird bis zum Le­ben in der DDR – die Äl­te­ren konn­ten sich aus ei­ge­nem Er­le­ben noch an Vie­les er­in­nern, ver­such­ten wir uns die Schrec­ken die­ser Zeit vor­zustellen.

Bernd Christ in­for­mier­te an­schau­lich, wie sehr auch Zeils­heim von den bei­den Welt­krie­gen be­trof­fen war – nicht nur vom Tod zahl­rei­cher Bür­ger auf dem Schlacht­feld oder in der Ge­fan­gen­schaft.

Die Skala der Ex­po­na­te reich­te von Uni­for­men, über Fo­tos, Fah­nen, Ur­kun­den, Kriegs­aus­zeich­nun­gen und Zei­tungs­be­rich­te bis hin zu den zi­vi­len Ver­tei­di­gungs­hilfs­mit­teln wie Ers­te-Hil­fe-Käs­ten, Brand­be­kämp­fungs­mit­teln und Gasmasken.

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Bei die­ser Ge­le­gen­heit lern­ten wir, dass die Pic­kel­hau­ben im Ers­ten Welt­krieg aus Le­der und nicht, wie die meis­ten dach­ten, aus Me­tall ge­fer­tigt wa­ren. Be­son­ders ein­drucks­voll war in die­sem Zu­sam­men­hang die Er­kennt­nis, dass eine präch­ti­ge, sehr gut er­hal­te­ne Fah­ne des eins­ti­gen Ba­yern­ver­eins be­reits aus der Zeit um 1914 stammte.

Bei der Vor­stel­lung des Gas­bett­chens, in dem Ba­bys im Zwei­ten Welt­krieg bei ei­nem Gas­an­griff ge­schützt wer­den soll­ten, woll­te Nie­mand so recht an den Nut­zen glau­ben. Die Um­funk­tio­nie­rung von Stahl­hel­men zu Ge­brauchs­ge­gen­stän­den für das täg­li­che Le­ben – nach dem En­de des Krie­ges – er­schien da schon nütz­li­cher, so wie der aus­ge­stell­te Stahl­helm, an dem ein Holz­stiel be­fes­tigt wor­den war für Ar­bei­ten auf dem Bauernhof.

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Ne­ben dem Wap­pen der DDR und den Aus­stel­lungs­stüc­ken zum täg­li­chen Le­ben, fan­den be­son­ders die Zei­tungs­be­rich­te vom Herbst 1989, ei­nen Mo­nat vor dem Fall der Mauer, be­son­de­res In­ter­es­se. Der Be­richt da­zu von Bernd Christ und ei­ni­gen An­we­sen­den, die ge­nau zum Jah­res­tag der 40-Jahr­fei­er der DDR in Ber­lin weil­ten und die ei­nen Tag nach den Fei­er­lich­kei­ten den Ost­teil der Stadt be­such­ten, mach-te die Will­kür die­ses Staa­tes deutlich.

Alle wa­ren sich in der Hoff­nung ei­nig, dass sich der­glei­chen Er­eig­nis­se nie­mals mehr wie­der­ho­len dür­fen. Dazu kön­nen Aus­stel­lun­gen wie die­se si­cher bei­tra­gen, da­mit die Er­in­ne­rung le­ben­dig ge­hal­ten wird! So­mit hat sich der Be­such der KFB im Hei­mat­mu­se­um wirk­lich gelohnt.

Beim an­schlie­ßen­den Abend­es­sen im Nas­sau­er Hof wur­de die Ge­le­gen­heit noch zu man­chem Ge­spräch – na­tür­lich auch über den Mu­se­ums­be­such – genutzt.

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Für das KFB-Team
Mechtild Platz und Eva von Janta Lipinski